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Der 1962 in Olten geborene und zu einem Teil auch aufgewachsene Künstler Daniele Aletti lebt und arbeitet in Italien und ist zu einem Bergamasken geworden, der sich tief in die italienische Kultur hineingelebt hat und auch mit dieser Sprache und Kultur verwurzelt ist. Es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass Italien zu seiner zweiten Heimat wurde, denn 1980 als Schüler des römischen Bildhauers Alessandro Righetti in Grosseto beeinflusste ihn die italienisch geprägte Bildhauerei sehr stark und wurde ihm zu einer Quelle ganz persönlicher Inspiration. Er nahm an verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz und in Italien teil, darunter in Basel, Luzern, Zürich, Olten usw. Werke im öffentlichen Besitz wie „Grosser Traumfänger“ ist in Luzern bei der Überbauung Oberseeburghöhe zu sehen, aber auch in Oberentfelden, wo er eine begehbare Skulptur geschaffen hat, dann in Ceva und Sale delle Langhe, beides in Italien, usw.
 
Daniele Alettis Plastiken fesseln durch die Klarheit der formalen Gestaltung, durch die einfache, prägnante Formgebung und durch die Art, wie er dem Material Stein eine beseelte Geschichte zu geben vermag, die einen beschäftigt und neugierig macht. Organisch gewachsene Formen, die sich in der freien Natur ganz selbstverständlich einfügen und doch zum interessanten Blickfang werden, sind geprägt von schlichter Schönheit und Ästhetik. Manchmal haben sie etwas Archaisches an sich, kraftvoll und bestimmt spielen sie mit der Beschaffenheit der natürlichen räumlichen Umgebung. Besonders eindrucksvoll sind seine grossen Plastiken und Skulpturen, die markante Zeichen setzen und die Schönheit des bearbeiteten Steins voll zur Geltung bringen. Erstaunlich ist die Leichtigkeit, mit der sich der Künstler auch an ganz schwierige Arbeiten heranwagt, den Stein bearbeitet, ihm matte und glänzende Stellen gibt, so dass ein feines Spiel aus Licht und Schatten, aus reliefartigen Strukturen auszumachen ist, das je nach Blickwinkel seine Aussage verändert. Dank seiner grossen Sensibilität für feine Befindlichkeit spürt er aus dem Stein heraus, wie dieser sich bearbeiten lässt, worin dessen Stärke und Schönheit liegt.
 
Madeleine Schüpfer